Fast wäre die 23jährige Australierin Weltjahresbestleistung gesprungen

Nicola McDermott schreibt in Sinn mit 1,98 m Hochsprung-Geschichte

Mit dem Sprung über ihre neue persönliche Bestleistung von 1,98 m sicherte sich die Australierin Nicola McDermott beim 26. Sinner Hochsprung-Meeting nicht nur den Sieg und Platz drei in der Welt, sondern auch den von Hans-Ludwig Blaas (Holzapfel Group) gestifteten Sonderpreis für einen neuen Meetingrekord. Foto: Andreas Schumann

Was für ein Wettkampf. Mit dem Wettbewerb der Frauen hat das Sinner Hochsprung-Meeting (SHM) am Ende einer für Sportler, Trainer und Zuschauer sehr schwierigen Saison mit dem Sieg der Australierin Nicola McDermott ein Ausrufezeichen gesetzt.
Spätestens bei übersprungenen 1,95 m hatte die 23-jährige angehende Biochemikerin aus der Nähe von Sydney die Geschichte des SHM neu geschrieben, indem sie den 24 Jahre alten und nur von Marie-Laurence Jungfleisch egalisierten Meetingrekord von Daniela Rath (1,94 m) um einen Zentimeter verbessert hatte.
Doch Nicola McDermott hatte spätestens in diesem Moment begriffen, dass es „ihr“ Tag werden könnte. Und tatsächlich meisterte sie danach im dritten Anlauf mit 1,98 m auch eine neue persönliche Bestleistung. Und dieser Versuch weckte nicht nur bei der sympathischen Australierin, sondern auch beim begeisterten Publikum „Auf der Hahn“ Begehrlichkeiten auf eine Sensation.
Und tatsächlich: Nicola McDermott ließ ohne lange zu zögern 2,01 m auflegen - neue Weltjahresbestleistung. Dass es an diesem Tag, wenn auch nur hauchdünn, nicht klappte, tat ihrem Glück und der Begeisterung der rund 200 Zuschauer keinen Abbruch.
Und als „kleines Trostpflaster“ für die entgangene Top-Position in der aktuellen Weltbestenliste, die von zwei Ukrainerinnen angeführt wird, durfte sie einen dicken Scheck vom Geschäftsführer der Holzapfel-Group, Hans-Ludwig Blaas, für den neuen Meetingrekord entgegen nehmen.
Dahinter übersprangen mit Levern Spencer (St. Lucia) und Salomé Lang (Schweiz) zwei Athletinnen 1,86 m. In Abwesenheit der vier deutschen Spitzenspringerinnen Marie-Laurence Jungfleisch, Imke Onnen, Christina Honsel und Alexandra Plaza steigerten sich die Weinheimerin Bianca Stichling und Lale Eden aus Hannover mit 1,83 m auf neue Jahresbestleistungen.
Der Männer-Wettbewerb litt zunächst unter gleich vier Absagen in kurzer Folge. Am Vorabend hatte der Tscheche Marek Banik seine Teilnahme gekündigt, es folgten am Samstagvormittag der Leverkusener Torsten Sanders und der Frankfurter Darius Gußmann, und nach dem Einspringen musste auch Europameister Mateusz Przybylko verletzungsbedingt zurückziehen.
Dass es dennoch zu einem spannenden Wettkampf kam, ist vor allem dem Mexikaner Edgar Rivera und dem Münchner Tobias Potye zu verdanken, die sich beide auf 2,25 m hochschaukelten. Vor allem Tobias Potye zeigte bei 2,28 m, dass es bei gutem Verlauf der restlichen Saison für ihn noch auf 2,30 m gehen kann.
Unter Wert geschlagen wurde Studentenweltmeister Falk Wendrich (Soest), der nach einem hervorragenden Einspringen und souveränem Einstieg in den Wettkampf über 2,12 m nicht hinaus kam. Genau so hoch sprang der junge Frankfurter Philip Heckmann, der ebenfalls gute Perspektiven erkennen ließ.
Am Ende des 26. Sinner Hochsprung-Meetings zogen die Organisatoren des TSV Fleisbach und des Fördervereins eine mehr als zufriedenstellende Bilanz. Größter Kraftakt in der Vorbereitung war die Aufstellung eines Hygienekonzeptes durch Frank-Jochen Kranz. Besonders dankbar sind die Veranstalter den Unternehmen und Organsationen, die das Meeting sowohl logistisch als auch durch Bandenwerbung unterstützt haben.
Und: Nach dem 26. Meeting ist vor dem 27. Meeting. So geht der Blick auch schon in Richtung 2021, wenn die Olympischen Spiele in Tokyo ihre Schatten voraus werfen und das Virus hoffentlich nicht mehr die Rolle wie in diesem Jahr spielt.

Ergebnisse des 26. Sinner Hochsprung-Meetings 2020

Sensationeller neuer Meeting-Rekord durch Nicola McDermitt mit 1,98 m

Nachwuchs-Wettbewerb

Platz 1: Blessing Enatoh 1,81 m

Platz 2: Helena Börner 1,74 m

Platz 3: Charlotte Haas 1,70 m

Platz 4: Jenna Fee Feyerabend 1,65 m

Platz 4: Johanna Anders 1,65 m

Platz 6: Julia Küppers 1,60 m

 

Frauen-Wettbewerb

Platz 1: Nicola McDermott 1,98 m

Platz 2: Levern Spencer 1,86 m

Platz 3: Salome Lang 1,86 m

Platz 4: Lale Eden 1,83 m

Platz 5: Bianca Stichling 1,83 m

Platz 6: Michaela Hruba 1,80 m

Platz 7: Laura Gröll 1,80 m

Platz 8: Nathalie Buschung 1,75 m

 

Männer-Wettbewerb

Platz 1: Edgar Rivera 2,25 m

Platz 2: Tobias Potye 2,25 m

Platz 3: Falk Wendrich 2,12 m

Platz 4: Philipp Heckmann 2,12 m

Platz 5: Florian Hornig 2,02 m

Pressespiegel

Die Spannung steigt...

Noch knapp dreieinhalb Wochen bleiben bis zum 26. Sinner Hochsprung-Meeting. Am Samstag, 29. August 2020, treten wieder zahlreiche Spitzenathleten wie die deutsche Hallenmeisterin Laura Gröll, Europameister Mateusz Przybylko, Studentenweltmeister Falk Wendrich oder Junioren-Europameister Tobias Potye "Auf der Hahn" an. Auch in diesem Jahr, so die derzeitigen Erwartungen, wird das Meeting wieder international besetzt sein. Angefragt haben unter anderem Commenwealth-Siegerin Levern Spencer und die australische Spitzenspringerin Nicola McDermott. Auch Katarina Mögenburg aus Norwegen, SHM-Siegerin 2018, will wieder an den Start gehen. Und auch der weißrussische Vize-Europameister und Weltjahresbeste dieses Winters, Maksim Nedasekau (2,37m), möchte in Sinn seine Form in einem starken Feld testen.
Um diesen Athleten  nicht nur technisch, sondern auch gesundheitlich beste Bedingungen zu bieten, haben die Organisatoren von TSV Fleisbach und Förderverein ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das in der Zeit bis zu den beiden Wettkämpfen immer wieder auf den Prüfstand gestellt wird, je nachdem wie sich die Corona-Situation entwickelt. Am Montagabend trafen sich der Fördervereins-Vorsitzende Uli Geis sowie sein Stellvertreter Andreas Müller (Foto links) mit dem eigens bestellten Hygiene-Beauftragten Frank-Jochen Kranz (rechts) vor Ort zu einer ersten Einschätzung der Möglichkeien. Fazit: Die Bedingungen für Athleten und Trainer sind gut und auch die Unterbringung einer gewissen Zuschauerzahl ist möglich.
Wer das 26. Sinner Hochsprung-Meeting am Samstag, 29. August 2020, live erleben möchte, muss sich hier anmelden: highjump@web.de

Rückblick auf das 25. Sinner Hochsprungmeeting 2019

Vier persönliche Jahresbestleistungen, ebensoviele Notierungen für die aktuelle Weltjahresbestenliste der IAAF und die Erfüllung einer Norm für die U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle erlebten die Zuschauer des 25. Sinner Hochsprung-Meetings (SHM) am Samstag, 22. Juni 2019, auf der Sport- und Freizeitanlage „Auf der Hahn“ in Fleisbach.
Den meisten Grund zum Jubeln hatte Leonie Reuter von der LG Nord Berlin, die im dritten Versuch ihre persönliche Bestleistung von 1,84 m einstellte und damit die Norm für die U23-EM erfüllte. Sie ist damit die zweite Springerin im Bereich des DLV nach Christina Honsel, die sich qualifizierten konnte. Nicht - oder noch nicht - hat dies bei Sabrina Gehrung von der LG Filder geklappt. Die frischgebackene Deutsche U23-Meisterin von Wetzlar musste sich diesmal mit 1,79 m begnügen.
Überglücklich war auch Barbara Szabo aus Ungarn, die nach ihrer Babypause wieder ins internationale Wettkampfgeschehen eingriff - und mit ebenfalls übersprungenen 1,84 m überzeugte. Über allen aber „schwebte“ wieder einmal Levern Spencer aus St. Lucia. Einen Tag vor ihrem 35.Geburtstag steigerte die Weltklasse-Springerin aus der Karibik ihre persönliche Jahresbestleistung um einen Zentimeter auf 1,91 m.
Damit rückte sie in den erlauchten Kreis der 1,90 m-Springerinnen des SHM auf. Dies sind neben der EM-Dritten Marie-Laurence Jungfleisch (1,94 m) die höhengleiche Daniela Rath und die WM-Vierte Birgit Kähler sowie die Olympia-Sechste Amewu Mensah. Überschattet wurde der FrauenWettbewerb von einer schweren Verletzung der Berlinerin Jossie Graumann.
Neue persönliche Jahresbestleistung sprang im Männerwettbewerb der niederländische U23-Junioren-Europameister Douwe Adels, der sich mit 2,24 m nur dem höhengleichen Europameister von Berlin, Mateusz Przybylko, geschlagen geben musste. Den dritten Rang teilten sich mit 2,20 m die Landesrekordhalter von Mexico, Edgar Rivera, und Puerto Rico, Luis Castro, der diesmal noch seinen Meetingrekord von 2,29 m verteidigen konnte.
Die fast 500 Zuschauer auf der Sport- und Freizeitanlage „Auf der Hahn“ erlebten auch bei der Jubiläumsausgabe des Sinner Hochsprung-Meetings wieder hochklassige Leichtathletik.

Große Flugshow
zwischen Morgenland
und Neuer Welt


Zwischen Morgenland und Neuer Welt kämpfen einige der besten Hochspringer der Welt am Samstag,  22. Juni 2019, beim 25. Sinner Hochsprungmeeting (SHM) um die Tickets zu den Weltmeisterschaften der Leichtathleten Ende September/Anfang Oktober im Wüstenstaat Katar.
Auf halbem Weg zwischen den Wettkämpfen der Diamond League in Rabatt/Marokko (16. Juni) und Eugene/USA (28. Juni 2019), bietet die Sport- und Freizeitanlage „Auf der Hahn“ in Fleisbach vor allem den zur absoluten Weltklasse gehörenden deutschen Höhenjägern wie Imke Onnen, Marie-Laurence Jungfleisch und Jossie Graumann bei den Frauen sowie Europameister Mateus Przybylko, Studentenweltmeister Falk Wendrich, Junioreneuropameister Tobias Potye und „Dauerbrenner“ Eike Onnen eine weitere Gelegenheit, um sich für die Titelkämpfe in Katar zu empfehlen.
Daneben wird es beim „Flugtag auf der Hahn“ auch in diesem Jahr, wenn das Sinner Hochsprungmeeting sein „Silberjubiläum“ feiert, wieder eine hochklassige internationale Konkurrenz für die DLV-Athletinnen und -Athleten geben. Das Team des TSV Fleisbach und des Fördervereins für das Hochsprungmeeting stehen bereits in den Startlöchern, um dem bekannt begeisterungsfähigen und sachkundigen Sinner Publikum wieder attraktive Felder zu bieten.
Im Blickfeld der Organisatoren sind neben den oben genannten Namen auch wieder Medaillengewinner wie Ana Simic aus Kroatien, Levern Spencer aus der Karibik, die beiden Kölner Mittelamerikaner Edgar Rivera und Meetingrekordhalter Luis Joel Castro (2,29 m) sowie weitere international erfolgreiche Sportler.
Präsentiert wird das 25. Sinner Hochsprungmeeting von Lotto Hessen, im Frauen-Wettbewerb geht es um den Preis der Volks- und Raiffeisenbank Lahn-Dill, den Preis für den Männer-Wettbewerb stiftet die Sparkasse Dillenburg.

 

Wahn-Sinn!!!

SHM-Sieger holen Gold und Bronze bei der EM in Berlin

Marie-Laurence Jungfleisch und Mateusz Przybylko, die im vergangenen Jahr das 23. Sinner Hochsprung-Meeting  (SHM) mit 1,94 m bzw. 2,25 m gewonnen hatten, haben bei den Europameisterschaften in Berlin Bronze und Gold gewonnen.

Das Team des SHM gratuliert ganz herzlich und hofft, die beiden Weltklsse-Springer beim Jubiläums-Meeting am 22. Juni 2019 "Auf der Hahn" begrüßen zu dürfen.

Mateusz Przybylko hatte sich 2017 den Sieg Auf der Hahn mit Eike Onnen aus Hannover geteilt. Beide kämpften danach noch bei 2,30 m im Stechen - allerdings ohne Erfolg. Auch Eike Onnen war in Berlin im Finale und belegte dort Platz acht. Der Dritte im Bunde, Tobias Potye aus München, 2014 in Sinn Sieger des Nachwuchs-Wettbewerbs,  verpasste mit 2,21 m einen Platz im Feld der besten Zwölf nur knapp.

Eike Onnens jüngere Schwester Imke, die sich zeitig in der EM-Saison mit 1,93 m das Ticket für Berlin gesichert hatte, begleitete Marie-Laurence Jung Fleisch ins Finale.

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Veranstaltungsbericht 2019
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